ihre begabung, die schönheit ihrer stimmen und ihr musikalisches können inspirierten bald viele komponisten, darunter auch luzzasco luzzaschi (ca. 1545–1607). als ehemaliger schüler von Cipriano de rore lebte und arbeitete er in Ferrara als Domorganist und konzertmeister des herzoglichen Hofs. außerdem war er zuständig für die kammermusik des Herzogs, für die er speziell für dieses Frauentrio eine reihe von außergewöhnlichen Madrigalen schrieb, die durch ihre stimmliche Vielfalt und ihre raffinesse bestechen. Diese stücke durften nicht veröffentlicht werden und die Partituren verschwanden nach ihrer aufführung in tresoren. es handelt sich dabei um außerordentlich schwierig zu singende Partituren von erstaunlicher Virtuosität, reich ausgeschmückt mit Durchgängen, Diminutionen, trillern und kadenzen, um der besonderheit der stimme jeder der sängerinnen tribut zu zollen (als beispiel sei hier Aura soave genannt). gerne glaubt man den zeitgenossen, wenn sie die reinheit des Vortrags und den stimmumfang der aufführenden lobten oder die Wendigkeit und Feinheit, in der sie den kehllaut beherrschen, mit dem jede note genaustens artikuliert wurde. ein weiteres Charakteristikum besteht im zusammenspiel von stimme und instrumenten, wo sonst teile von Madrigalen a cappella gesungen wurden. obwohl die musica secreta des Concerto delle donne nicht publiziert werden durfte, wurde sie durch Hörensagen schnell bekannt. Man La Néréide Foto: Jean-baptiste Millot Tage alTer Musik regensburg konzert 14 113
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