nach einem brand wurde es 1849 in etwas veränderter Form wiederaufgebaut. ein Mittelteil mit Dreiecksgiebel und seitliche balkone zeichnen den bau aus, der eine ereignisreiche theatergeschichte erlebt hat. Der klassizistische neuhaussaal kann auf eine langjährige konzert- und ballgeschichte zurückblicken. GaLerIe Im Leeren beUTeL Die geschichte des „leeren beutels“ reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Der „leere beutel“ in seiner heutigen gestalt stammt aus dem 16. Jahrhundert. er diente der Freien reichsstadt als getreidevorratsspeicher, mit demman sich gegen notzeiten wie Missernten und kriege und gegen die immer häufiger verhängten bayerischen getreidesperren abzusichern versuchte. Die vom eingang an der giebelseite in die Halle führende treppe ist ein Werk des bildhauers und steinmetzen Michael Dietlmaier (1606/07), der auch die engelkonsole an der südostecke des reichssaals sowie die treppenbrüstung imalten rathaus geschaffen hat. Heute ist der „leere beutel“ ein städtisches kulturzentrummit Veranstaltungsräumen und einem restaurant, mit Jazzclub, kinoräumen und vor allem mit der städtischen galerie, die kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zeigt. in den 1970er Jahren wurde es zu einer stätte von kunst und kultur umgebaut. seit seiner eröffnung 1980 ist es zu einem Magneten des regensburger kulturlebens geworden. Die städtische galerie im „leeren beutel“ bietet auf mehreren etagen ein attraktives Programm. in Wechselausstellungen spannt sich der bogen von regionaler bis zu internationaler kunst. Dabei sind verschiedenste techniken vertreten: von der Malerei über Plastiken und installationen bis zur Fotografie. braUhaUs am schLoss Der neue Marstall an der Waffnergasse ist eigentlich ein strenges, fürstliches „Dienstgebäude“. errichtet zwischen 1907 und 1911 beherbergte es Werkstätten, kutschen und vor allem bis zu 100 reitund kutschierpferde. Der damalige fürstliche architekt Max schultze hat das gebäude entlang der alten stadtmauer perfekt an die mittelalterliche situation mit der emmeramer toranlage angepasst. Die gebäudenutzung, wie sie seit dem 14. Jahrhundert – also zur klosterzeit von sankt emmeram – bereits nachgewiesen ist, blieb die gleiche. Galerie im Leeren Beutel Foto: ludwig Hartmann Tage alTer Musik regensburg Juni 2025 156
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