Tage alTer Musik regensburg Juni 2025 von den drei regensburger domspatzen stephan schmid, Ludwig hartmann und christof hartmann. damals war das Festival noch klein mit nur einer handvoll konzerten. seither hat es sich gewaltig entwickelt und ist zu herausragendem renommee und großer Bekanntheit gelangt. die Tage alter Musik sind nicht nur ein kulturelles highlight, sondern auch ein bedeutender Beitrag zur internationalen Wahrnehmung regensburgs als Musik- und kulturstadt. Jahr für Jahr lockt das Festival zahlreiche Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber aus aller Welt in unsere stadt. die Verbindung von künstlerischer Meisterleistung und der atmosphäre der historischen spielstätten macht die Veranstaltung zu einem unverwechselbaren erlebnis. ein besonderer dank gebührt daher allen ehrenamtlichen helferinnen und helfern, den organisatorinnen und organisatoren sowie den künstlerinnen und künstlern, die mit großem engagement und sehr viel herzblut dafür sorgen, dass die Tage alter Musik Jahr für Jahr ein Festival von höchster Qualität bleiben. sie stehen dafür, dass sich das Festival weit über die Grenzen Bayerns hinaus zu einem der weltweit renommiertesten ereignisse für alte Musik entwickelt hat. in den prachtvollen aufführungsorten wie dem dom st. peter, der dreieinigkeitskirche, der Basilika st. emmeram und anderen historischen stätten begegnen sich Musik undarchitektur auf eindrucksvolle Weise. regensburg wird so zu einem lebendigen klangraum, der Besucherinnen und Besucher in vergangene musikalische epochen entführt. diese besondere Verbindung von kunst und Geschichte macht die Tage alter Musik zu einem unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Lebens in unserer stadt. Besonders freue ich mich auf den feierlichen auftakt des diesjährigen Festivals, der so viele Jubiläen vereint und zelebriert. anlässlich des 1050jährigen Bestehens der regensburger domspatzen und des 500. Geburtstags von Giovanni pierluigi da palestrina präsentieren die regensburger domspatzen mit dem ensemble La cetra Basel ein besonderes konzerterlebnis im dom st. peter. ich wünsche allen Festivalgästen unvergessliche konzerterlebnisse und inspirierende musikalische Momente bei den Tagen alter Musik in der unesco-Welterbestadt regensburg und dem Festival noch viele weitere erfolgreiche Jahre! Wolfgang Dersch Kulturreferent der Stadt Regensburg Maestro Gustave Leonhardt meinte, dass „sich nach bestem Wissen und Gewissen zu informieren, eigentlich unabdingbare Voraussetzung ist“. er bezeichnete es als seine moralische pflicht, „sich um die Güter der anderen zu kümmern“. sich um das musikalische erbe zu kümmern, es zu pflegen und zu verbreiten mit den Mitteln, die uns heute zur Verfügung stehen. die Welt der alten Musik, in der die Tage alter Musik regensburg seit 40 Jahren eine bestimmende rolle spielen, hat in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Wandel vollzogen. die historische aufführungspraxis, die früher als abseitig galt, ist heute weltweit üblich. die suche nach Quellenmaterial und artefakten wie z.B. historischen instrumenten steht im dienst einer interpretation des kunstwerks, die so weit wie möglich der gängigen praxis zur Zeit seiner entstehung, manchmal vor Jahrhunderten, entspricht. die interpreten haben in dieser hinsicht eine nicht zu unterschätzende Verantwortung. ein Musiker lebt heute, ist aber auch Teil eines größeren Ganzen. historische und künstlerische neugier, innovativer umgang mit parametern aus der Vergangenheit und das streben nach authentizität machen das Musizieren heute feiner gefärbt und vielschichtiger. in den letzten vier Jahrzehnten ist auch eine wachsende interdisziplinarität zu beobachten. alte Musik ist eingebettet in andere darstellende künste wie Theater und Tanz oder tritt in einen dialog mit Literatur, bildender kunst, Videokunst oder Multimedia. dies wirft die Frage auf, wie sich der Musiker zu diesem erbe verhält und wie sich die kuratoren im kulturellen Feld positionieren. es ist eine ständige aufgabe, über die eigenen Grenzen hinauszuschauen, die abschottung zwischen den kunstformen aufzubrechen und die Balance zwischen und innerhalb der verschiedenen disziplinen zu finden. heute stellt sich daher die entscheidende Frage, wie wir diesen Weg in regensburg und anderswo in der Welt der alten Musik weitergehen. historisch begründete oder zeitbezogene Musikaufführungen befinden sich in ihrer herausforderndsten, aber vielleicht auch schwierigsten phase. es geht nicht mehr nur um den einsatz alter instrumente, sondern um tiefere Fragen: was spielen wir, und vor allem, wie spielen wir es? schließlich unterscheidet sich das publikum des 21. Jahrhunderts grundlegend von dem des 15. Jahrhunderts. Bei einer aufführung geht es nicht nur um technisches können und rekonstruktion, sondern um eine tiefgreifende suche nach Bedeutung, Verbindung und authentizität. alte Musik kann keineswegs eine endstation sein: sie fordert hingegen einen ständigen dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. im rahmen dieser festlichen ausgabe der Tage alter Musik regensburg möchte ich ein herzliches plädoyer für eine nachhaltige und fundierte rückkehr zur Quelle halten. Für eine kreative interpretation von Forschungsergebnissen im dienste des publikums. Für eine kunstwelt, die es wagt, sich selbst zu hinterfragen und eine interne Qualitätssicherung zu betreiben. denn schließlich ist es, wie Leonhardt es formulierte, nicht mehr als eine „unabdingbare Voraussetzung“ oder eine denkweise, das zu schätzen, was diejenigen, die uns in diesem universum vorausgegangen sind, hinterlassen haben. Bart Demuyt Intendant Laus Polyphoniae, Direktor AMUZ und Alamire Foundation Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart seit vier Jahrzehnten begeistern die Tage alter Musik mit ihrem unverwechselbaren charme Liebhaberinnen und Liebhaber der historischen aufführungspraxis aus aller Welt. die Verbindung von musikalischer exzellenz und kultureller Vielfalt in den geschichtsträchtigen kulissen regensburgs macht dieses Festival zu einem besonderen erlebnis. als sparkasse regensburg dürfen wir mit stolz auf eine mittlerweile 20-jährige partnerschaft zurückblicken. unsere unterstützung für die Tage alter Musik ist ausdruck unseres engagements für die kulturelle Vielfalt und den erhalt des musikalischen erbes. es erfüllt uns mit Freude, Teil einer erfolgsgeschichte zu sein, die Tradition und innovation auf eindrucksvolle Weise verbindet. das Festival ist nicht nur ein Treffpunkt für hochkarätige kunstschaffende, sondern auch für ein publikum, das die außergewöhnliche atmosphäre und Qualität schätzt. die Tage alter Musik stehen für authentizität, Leidenschaft und einen Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart – Werte, die auch wir als sparkasse regensburg teilen und fördern möchten. Zum 40. Jubiläum möchten wir unseren tiefen dank und unsere anerkennung aussprechen: …den Veranstaltern, deren unermüdlicher einsatz das Festival Jahr für Jahr zu einem highlight macht, …den künstlerinnen und künstlern, die mit ihrem können und ihrer hingabe die Musik lebendig werden lassen, …und natürlich dem publikum, das diese besondere Veranstaltung erst komplett macht. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft ein verlässlicher partner der Tage alter Musik zu sein und gemeinsam die nächsten kapitel dieser faszinierenden Festivalgeschichte zu schreiben. herzlichen Glückwunsch zu 40 Jahren voller Musik und inspiration! Irene Dullinger Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Regensburg 40 Jahre Tage Alter Musik – 20 Jahre Partnerschaft, die verbindet 6
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