Tage Alter Musik – Programmheft 2026

Die Schottenkirche ist vor allem berühmt wegen ihres Portals mit seinem rätselhaften plastischen Schmuck. Hinter dem Portal im Inneren ist die liegende Figur des Mönches Rydan als Türschließer dargestellt. Der Mönchschor besitzt noch die alten steinernen Chorgestühlschranken und den originalen Bodenbelag des 12. Jahrhunderts. Die Gestaltung der vielen Säulchen hat Parallelen in der englischen Architektur. Verschiedene Ausstattungsstücke haben sich erhalten: die romanische Kreuzigungsgruppe, eine Madonna und die Heiligen Jakobus, Paulus und Christophorus aus dem 14. Jahrhundert. MInorItenKIrCHe Das Regensburger Minoritenkloster wurde im Jahre 1226, dem Todesjahr des hl. Franziskus, gegründet. Aufgrund reicher Stiftungen konnte um die Jahrhundertmitte mit demneubau einer großen Ordenskirche, der Minoritenkirche, begonnen werden. Im ersten Jahrhundert seines Bestehens wirkten drei berühmte Mönche in diesem Kloster: der gelehrte Mystiker David von Augsburg (um 1240), der geistliche Dichter Lamprecht (gegen 1300) und der berühmte Volksprediger Berthold von Regensburg (gest. 1272). Die Minoritenkirche ist die größte Kirche des Franziskanerordens in Süddeutschland. Das frühgotische, flachgedeckte Langhaus wurde um 1260/70 erbaut, der gewölbte Chor im 14. Jahrhundert. Die Wandmalereien des 14. bis 16. Jahrhunderts wurden in den letzten Jahrzehnten freigelegt. Vor der Stelle, an der sich der Hochaltar befand, wurde das Grab Bertholds eingelassen. DIe DeUtSCHorDenSKIrCHe St. äGID 1210 übergab Herzog Ludwig I. von Bayern dem Deutschen Orden eine kleine, aus dem 12. Jahrhundert stammende Kirche, die Vorläuferin der heutigen Kirche St. Ägid. Sie ist keine einheitliche Schöpfung. Ihre Bauphasen reichen vom ausgehenden 13. Jahrhundert bis in das beginnende 15. Jahrhundert. Trotz mannigfacher Renovierungen im 19. und 20. Jahrhundert zeigt sie ein erstaunlich geschlossenes Bild eines hoch- bis spätgotischen Baus. In der Innenausstattung bestechen die zahlreichen Epitaphe, die zumeist die Erinnerung an ehemalige Mitglieder der früheren Deutschordenskomturei wachhalten. Im Zuge der Säkularisation verlor die Kirche ihre Funktion als Pfarrkirche des Deutschen Ordens. Mit der umwandlung der alten Komtureigebäude in ein Krankenhaus wurde sie 1837 zur Kirche dieser Institution. Heute gehört sie zu einem Altenheim, in das die alten Komtureigebäude im 20. Jahrhundert umgebaut wurden. bASILIKA St. eMMerAM Aus einer kleinen, möglicherweise spätantiken Georgskapelle entstand die karolingische Basilika um das Grab des westfränkischen Wanderbischofs Emmeram, der im Jahr 652 bei Regensburg getötet wurde. Am Grab Emmerams, des ersten bayerischen nationalpatrons, ließen sich Benediktinermönche nieder und gründeten eines der ältesten Klöster in Bayern. An eine Ringkrypta mit dem Grab des Heiligen schloss sich noch im 8. Jahrhundert eine dreischiffige Basilika an, die um 1050 ein mächtiges Westquerhaus mit Dionysiuschor erhielt. Die weitläufige Klosterkirche birgt neben zahlreichen Grabstätten von Seligen auch die Grabstätte von Bischof Wolfgang, die sog. Wolfgangskrypta. Wolfgang hatte in St. Emmeram die klösterliche Gemeinschaft reformiert und sie 974 von einer bis dahin geltenden Personalunion mit dem Bischofsamt befreit. 1731-33 erfolgte eine barocke Modernisierung der Klosterkirche durch Michael Prunner. Durch die Gebrüder Asam erhielt sie ihr festliches Aussehen mit Stukkaturen, Figuren und Malereien. Seit der Säkularisation im Jahr 1803 besteht die Kirche als Pfarrkirche fort, die Klostergebäude kamen 1812 an die Fürsten von Thurn und Taxis. Tage alTer Musik regensburg Mai 2026 TAM 2025 – Hathor Consort, Hana Blažíková, Dorothee Mields Foto: Michael Vogl TAM 2025 – La Néréide Foto: Michael Vogl TAM 2019 – Mélisande Corriveau & Eric Milnes Foto: Hanno Meier TAM 2025 – Batzdorfer Hofkapelle Foto: Michael Vogl 155

RkJQdWJsaXNoZXIy OTM2NTI=