DoMInIKAnerKIrCHe St. bLASIUS Die Dominikanerkirche gehört zu den frühesten Schöpfungen der deutschen Gotik und ist eine der größten Bettelordenskirchen in Deutschland. Mit ihrem Bau wurde 1246 begonnen. Anfang des 14. Jahrhunderts war die Kirche bereits fertiggestellt. Albertus Magnus, der berühmte Gelehrte und Bischof von Regensburg, wirkte von 1236 bis 1240 im Regensburger Dominikanerkloster. Die Kirche wurde gemäß der Regel des Bettelordens der Dominikaner in strenger Schlichtheit erbaut. Sie besitzt deshalb auch keinen ihren Ausmaßen entsprechenden Turm. unter den Wandfresken im Inneren ist v.a. eine Darstellung der 14 nothelfer von 1331 hervorzuheben, eine der frühesten, die wir kennen. Die Fresken wurden bei Renovierungsarbeiten zwischen 1967 und 1973 freigelegt. Ab 2016 fand eine umfassende Sanierung und konstruktive Instandsetzung des im Wesentlichen mittelalterlichen Dachstuhls sowie der Einbau von zusätzlichen Stahlbauteilen zur Stabilisierung des Gesamttragwerks statt. Ebenfalls wurde die Dachdeckung erneuert und es wurden Reparaturen an der Fassade durchgeführt. Weiterhin erfolgte eine Restaurierung von Teilbereichen der Raumschale sowie des Chor- und Laiengestühls. Abgerundet wurde die Sanierung durch Maßnahmen im Bereich der Barrierefreiheit und des Brandschutzes. nach bald acht Jahren Schließung steht der beeindruckende Kirchenraum der Dominikanerkirche seit 2024 wieder als Konzertort zur Verfügung. reICHSSAAL Regensburg war seit den Karolingern bevorzugter Ort für die Abhaltung von Reichstagen. Im Mittelalter zählte man 45 Reichstage in Regensburg. 1541 war der Reichssaal Ort des berühmten Religionsgesprächs zwischen Melanchthon und Dr. Eck. Von den Reichstagen sind besonders der von 1623, bei dem Bayern die Kurwürde erhielt, und der von 1630, als Wallenstein von der Mehrheit der katholischen Fürsten abgesetzt wurde, zu nennen. Von 1663 bis 1806 war der Reichssaal Tagungsort des „Immerwährenden Reichstags“. Er ist als erstes deutsches Parlament anzusehen. Der um 1360 gebaute Reichssaal darf in seinen Dimensionen und seinemAlter für Deutschland als einzigartig gelten. Hervorzuheben ist die mächtige Holzdecke, an deren unterseite man die Relieffigur des thronenden Petrus (des Stadtpatrons) erkennt. bASILIKA U. L. FrAU zUr ALten KAPeLLe Die Anfänge der Stiftskirche unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle verlieren sich im Dunkel der Geschichte. urkundlich fassbar wird die Alte Kapelle im Jahre 875 durch eine Schenkungsurkunde König Ludwigs des Deutschen, der an dieser Stelle eine Pfalzkapelle errichten ließ. Der heiliggesprochene Kaiser Heinrich II. ersetzte die Anlage im frühen 11. Jahrhundert durch einen neubau, der sich bis heute erhalten hat. nur die Ostteile wurden 1441/52 durch einen sehr viel größeren spätgotischen Chor ersetzt. Der Innenraum überrascht durch eine unerwartet prächtige Ausstattung im Stil des Rokoko. Ab 1747 arbeiteten hier der Wessobrunner Stukkateur Anton Landes, die Augsburger Maler Christoph Thomas Scheffler und Gottfried Bernhard Götz sowie der Regensburger Altarbauer und Bildschnitzer Simon Sorg. Aus ihrem Zusammenwirken entstand eine Dekoration, deren rauschender Glanz seinesgleichen sucht und dem Bau einen würdigen Platz in der Reihe süddeutscher Rokokokirchen sichert. Tage alTer Musik regensburg Mai 2026 TAM 2025 – Le Concert Spirituel Foto: Michael Vogl TAM 2025 – Newton Baroque Foto: Michael Vogl TAM 2025 – The Beggar’s Ensemble Foto: Michael Vogl Pierre Gallon, Cembalo und Lucile Boulanger, Viola da gamba, 2023 bei den TAM in der ehemaligen Dompfarrkirche St. Ulrich Foto: Michael Vogl 157
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