Tage Alter Musik – Programmheft 2026

nIeDerMünSterKIrCHe Die um 1150 am Ende der Romanik errichtete und im 17. Jahrhundert barockisierte niedermünsterkirche war die Kirche des ehemaligen Kanonissenstiftes der 1803 im Zuge der Säkularisation in Bayern aufgelösten Reichsabtei niedermünster. nach der 1810 damit einhergehenden Übertragung der Gebäude an das Königreich Bayern dient die niedermünsterkirche seit 1824 anstelle der Kirche St. ulrich als Dompfarrkirche. Auf demGebiet der niedermünsterkirche lagen zunächst im zweiten und dritten Jahrhundert römische Militärgebäude. Seit dem sechsten Jahrhundert wurde das Areal von den bayerischen Stammesherzögen als Residenz genutzt. Die erste Saalkirche wurde um 700 errichtet. Im späten 8. Jahrhundert entstand ein einschiffiger nachfolgebau, der als Klosterkirche des von Herzog Tassilo III. von Bayern 788 gegründeten Klosterstifts niedermünster, das zu den ältesten Klöstern in Bayern zählt, diente. 955 wurde die Saalkirche durch eine deutlich größere dreischiffige Basilika ersetzt. Im Jahre 1002 wurde die Abtei niedermünster Reichsabtei. Zwischen 1060 und 1070 wurde an die Kirche eine romanische Vorhalle angebaut. nach einem Brand wurde die niedermünsterkirche ab 1146 im romanischen Stil neu errichtet. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Kirche modernisiert und mit bedeutenden Kunstwerken ausgestattet, u.a. einem monumentalen Bronzekruzifix und der trauernden Maria Magdalena von Georg Petel. SALzStADeL Mit dem Bau des Salzstadels, der in Zusammenschau mit der Steinernen Brücke, dem Brückturm und demDom das Stadtbild deutlich prägt, wurde 1616 begonnen, nachdem die Stadt den an Bayern abgetretenen Salzstadel wieder zurückerworben hatte. Er wurde 1620 vollendet. Der Salzhandel reicht in Regensburg bis in römische Zeit zurück. Das Salz gelangte jahrhundertelang aus den Salinen von Reichenhall und Berchtesgaden auf dem Inn bis Passau und von dort donauaufwärts nach Regensburg. In nächster nähe am uferstreifen befand sich der Kran zum Entladen der Schiffe, weshalb der name „Kräncherstadel“ in Gebrauch kam. Die gewaltigen Ausmaße des Salzstadels lassen erkennen, welch ungeheure Salzmengen auf seinen Böden lagerten. ALUMneUM bonhoeffersaal Internationales Symposium: Hans Memlings engelskonzert Melanchthonsaal Konzerteinführungen zu K. 7, K. 13, K. 18 Das Alumneum wurde von 1901 bis 1902 als Jugendstilgebäude errichtet. Seine Tradition geht allerdings bis auf das Jahr 1537 zurück, als am gleichen Ort das reichsstädtische Gymnasium Poeticum gegründet wurde und ein „Zöglingsheim“ die auswärtigen Schüler beherbergte. noch bis ins Jahr 1967 wohnten auch im aktuellen Gebäude Schüler im Internat. Architekt des imposanten Gebäudes war Johann Georg German Bestelmeyer, damals als Bauamtsassessor am Landbauamt Regensburg tätig. Das Alumneum vereint Elemente des Jugendstils und des Historismus sowie weitere Einflüsse in einem eigentümlichen „Stilmix“. Es wurde bis heute mehrfach umgebaut, nur wenige Räume sind in der Original-Ausstattung erhalten geblieben. Heute sind im „Haus der Kirche“ verschiedene Dienste und Werke der Evangelischen Kirche untergebracht: Kirchenmusik, Evangelische Presse, Diakonie, Kirchengemeindeamt, Evangelisches Bildungswerk sowie Gemeinderäume der Dreieinigkeitskirchengemeinde. Bild links: Das Stift Niedermünster von Friedrich Bernhard (18.Jh.), Bayerische Staatsbibliothek München/Bildarchiv Bild rechts: TAM 2023 – La Rêveuse Foto: Michael Vogl Tage alTer Musik regensburg Mai 2026 TAM 2025 – Ausstellung im Salzstadel an der Steinernen Brücke Foto: Michael Vogl Bild links: TAM 2025 – Bonhoeffersaal Foto: Michael Vogl Bild rechts: Melanchthonsaal Foto: Ludwig Hartmann www.tagealtermusik-regensburg.de 159

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