Tage alTer Musik regensburg Konzert 13 interdisziplinären Friedensprojekt. Sie war zudem Stipendiatin der Smithsonian Chamber Music Fellowship. Als Solistin hat sie weltweit konzertiert und unter der Leitung namhafter Dirigenten musiziert, darunter Dmitry Sinkovsky, Rachel Podger, Kristian Bezuidenhout, Pablo Heras-Casado, Richard Egarr und Alfredo Bernardini. Taya König-Tarasevich engagiert sich aktiv für musikalische Bildungsarbeit und ist regelmäßig in Outreach-Projekten in nairobi tätig, wo sie an nachhaltigen Bildungsinitiativen mitwirkt. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der Musikhochschule Karlsruhe, der university of Michigan, der Schola Cantorum Basiliensis sowie an der Juilliard School. Heute unterrichtet sie an der university of Wisconsin im Fachbereich historische Aufführungspraxis. Abseits der Bühne ist sie eine leidenschaftliche Tänzerin, Yogini, SlalomSnowboarderin, Tee-Sommelière und Sammlerin von Lyrik. zum Programm: Der Komponist und Pädagoge Michel Corrette eröffnete seine Abhandlung über die Cembalobegleitung aus dem Jahr 1753 mit folgender Bemerkung: Seit Corelli die Gattungen Sonate und Konzert erfunden hat, hat die Musik in ganz Europa erstaunliche Fortschritte gemacht. Diesem berühmten Autor verdanken wir den richtigen Gebrauch von Harmonie und Virtuosität in der Komposition. Vor seinen Beiträgen waren die musikalischen Leistungen in Frankreich nur mittelmäßig. [...] Die Instrumentalmusik, die heute alle Herren erfreut, war kaum bekannt: nur einige wenige Tanzarien wurden auf Harfe, Laute, Gitarre, Drehleier oder Musette gespielt. Kurzum, man könnte sagen, dass die Musik noch in ihren Kinderschuhen steckt. Viele französische Komponisten des Grand Siècle hätten sich im Grabe umgedreht, wenn sie solche abwertenden Kommentare über ihre vorzüglichsten Werke gehört hätten; und doch zeigen sie deutlich die Auswirkungen einer Tendenz in der Musikkritik, die zu der Zeit herrschte, in der sie geschrieben wurden. Der eigenwillige Corrette drückte lediglich dieselbe feste Überzeugung aus, die in den Schriften so vieler Kenner im Europa des 18. Jahrhunderts nachhallte: die Überlegenheit der italienischen Musik gegenüber der Musik anderer nationen. Es besteht kaum Zweifel daran, dass die in Italien entstandenen neuerungen spätestens seit Beginn des Jahrhunderts die neugier und Bewunderung einer immer größeren Zahl von Komponisten, Musikern und Liebhabern auf dem ganzen Kontinent erweckten. Die hochgelobten „Sonaten- und Konzertgattungen“ – wie Corrette und seine Zeitgenossen sie kannten und praktizierten – hatten sich dank der Kompositionen von Arcangelo Corelli und Antonio Vivaldi in der breiten Öffentlichkeit durchgesetzt. Dieser Erfolg und die Begeisterung für die italienische Oper veranlassten schließlich auch andere Länder, ihre Fenster für jede Brise Taya König-Tarasevich, Traversflöte und Leitung Foto: Daria Globina 89
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