achttaktigen Variante des Hornabschnitts im Pianissimo aus. Heinrich Baermann unterlegte den drei Hornstimmen später das folgende Huldigungsgedicht Eduard von Schenks für den früh verstorbenen Weber und ließ diese in Berliner Konzerten 1827 und 1831 von Männerstimmen vortragen: „Er ist dahin, der Schöpfer dieser Klänge! / Der hohe Meister, der von hinnen schied, / er lehrt den Engelchören nun Gesänge; / doch ewig lebt auf Erden auch sein Lied!“ Dass die Rezipienten im f-Moll-Konzert hinter der Abfolge der drei Sätze einen – von Weber mutmaßlich intendierten – programmatischen Hintergrund vermuteten, bezeugt eine anonyme Besprechung in der Berliner allgemeinen musikalischen Zeitung des Jahres 1827: „Der letzte Satz des Konzerts, ein Rondo Allegretto, zeigt, dass der vorher Klagende [1. Satz], dann Getröstete [2. Satz], sich jetzt in Lust und Freude bewegt, doch aber noch dann und wann seinem vorherigen Trübsinn sich ergiebt, gewiss, um sich seines jetzigen Glückes recht zu freuen.“ Seine Konzertreisen setzte Weber noch bis gegen Ende des Jahres 1812 fort, nahm dann eine Anstellung als Kapellmeister in Prag an, bevor er sich ab 1817 in Dresden niederließ. Der sächsische Hof engagierte ihn im Januar des Jahres zunächst als „Musik-Director der deutschen Oper“, in dessen Zuständigkeitsbereich auch die Hofkirchenmusik lag, ernannte ihn aber schon im folgenden Monat zum „königlich sächsischen Kapellmeister“ neben Francesco Morlacchi, dem Direktor der italienischen Oper. In den Dresdner Jahren bis zu seinem Tod komponierte Weber unter anderem neben seinen wohl bekanntesten, jedoch für auswärtige Bühnen bestimmten Opern Der Freischütz, Euryanthe und Oberon als einzige kirchenmusikalischen Werke die beiden Missae sanctae für Soli, Chor und Orchester in Es-Dur op. 75 (nr. 1) und G-Dur op. 76 (nr. 2). Die zweite dieser beiden Messen, die Missa sancta in G-Dur, gehört zu einer Gruppe von vier Huldigungsmusiken, die Weber 1818/19 für seinen Dienstherrn, den sächsischen König Friedrich August I., komponierte: die Missa sancta Nr. 1 in Es-Dur zur Feier des namenstages des Königs im März 1818, die Jubel-Kantate Erhebt den Lobgesang op. 58 nebst der Jubel-Ouvertüre op. 59 zur Feier seines 50jährigen Regierungsantritts im September 1818, und schließlich die G-DurMesse zur Feier des 50. Hochzeitstags des Königspaares am 17. Januar 1819. Den Gepflogenheiten der Hofkirchenmusik entsprechend hatte Weber für beide Messen außer den üblichen fünf Sätzen des Ordinarium missae – Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus mit Benedictus und Agnus Dei – Offertorien komponiert, die zwischen Credo und Sanctus erklingen sollten. In der G-Dur-Messe ersetzte man das Offertorium in C-Dur für Sopran, Chor und Orchester „In die solemnitatis“ bei der uraufführung auf allerhöchsten Befehl durch ein Offertorium in EsDur Morlacchis. Zwischen Gloria und Credo wurde außerdem eine Kirchensymphonie Giovanni Battista Polledros gespielt. Erst bei einer weiteren Aufführung in Dresden am 24. Januar gelangte die Messe mit dem Offertorium Webers zur Aufführung. Die Komposition des Offertoriums hatte Weber am 18. Dezember 1818 abschließen können, die der Messe am 4. Januar 1819. Mit der Arbeit an der G-Dur-Messe, die Weber als eine Art Gegenentwurf zur früher entstandenen Es-Dur-Messe konzipierte, hatte er erst im Oktober 1818 begonnen. Mitte des Monats schrieb er hierzu an den Musikschriftsteller Friedrich Rochlitz: „Habe ich [mich] in der ersten [Messe] ganz meiner ueberzeugung und dem tiefen Gefühl der Größe des Gegenstandes hingegeben, so will ich jezt mir eine froh und fröhlich kindlich bittend und jubelnd zumHerrn betende Schaar denken.“ Gegenüber Gänsbacher umriss Weber im Dezember 1818 die spezifischen Aufführungsbedingungen, an denen sich Messkompositionen für die Dresdner Hofkirche zu orientieren hatten: Sie sollten „so kurz als möglich“ sein – die Jubelmesse dauert etwa eine halbe Stunde – und „ausgeführte dankbare Sopran Solos“ für den CD: Regensburger Domspatzen – 1050 Jahre CD: Ernst Schlader & AKAMUS – Mozart – Klarinettenkonzert Tage alTer Musik regensburg Mai 2026 12
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