Tage alTer Musik regensburg Konzert 8 nahmen und Konzerte in einer Vielzahl von Stilrichtungen“. 2017 war er mit Oltremontano Artist in Residence (A.I.R.) im Königlichen Museum der Schönen Künste in Antwerpen. Im Juni 2024 verliehen ihm die Füssener Festtage Alter Musik den „Gabler Kulturpreis” für sein unermüdliches Engagement und seine zahlreichen Beiträge zur Förderung der historischen Aufführungspraxis. Seit 2020 ist er Hauptfachdozent für historische Posaune am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Er unterrichtete auch an Hochschulen in Köln, Trossingen und Bremen sowie an verschiedenenAkademien in Antwerpen und Brüssel. Bei der Capella Cracoviensis in Polen ist er Gastdirigent. zum Programm: Paradisi porte – Hans Memlings engelskonzert Hans Memlings Gemälde „Gottvater mit singenden und musizierenden Engeln“ gehört zur ständigen Sammlung des Koninklijk Museum voor Schone Kunsten in Antwerpen (KMSKA), Belgien. Die prachtvolle Darstellung dieses himmlischen Konzerts wurde von der Abtei Santa Maria la Real de nájera in Spanien in Auftrag gegeben. Das Retablo mayor, gemalt um 1490, war Teil eines großen Altarbildes mit dem Hauptthema „Mariä Himmelfahrt“. Die Restaurierung der drei Tafeln durch das Team des KMSKA schuf die Möglichkeit, das Gemälde im Detail zu studieren und inspirierte mich dazu, mich sowohl mit dem musikalischen Inhalt als auch mit der Musik als solcher umfassend und eingehend zu beschäftigen. In diesem Zusammenhang habe ich ein interdisziplinäres Projekt initiiert, um auf der Grundlage der detaillierten Darstellung des Gemäldes die verschiedenen Musikinstrumente zu rekonstruieren. Dirk De Hertogh, der am Centrum voor Muziekinstrumentenbouw im belgischen Puurs Lautenbau lehrt, überwachte die eingehende untersuchung undAusführung der fünf Saiteninstrumente, während sein Kollege Stijn Dekoninck die Entwicklung und den Bau des Organetto bzw. des Portativs übernahm. Geert Jan van der Heide erklärte sich bereit, die akribische Rekonstruktion der verschiedenen Trompeten und Eric Moulder die einer Schalmei durchzuführen. um die Rekonstruktion der Instrumente vorzubereiten, betrieb das Centrum voor Muziekinstrumentenbouw eine eingehende Studie der verfügbaren Literatur über ähnliche Instrumente der Zeit Memlings, darunter De Inventione et Usu Musicae von Johannes Tinctoris (ca. 1435–1511) und das Manuskript von Arnout van Zwolle (ca. 1400–1466), das eine Beschreibung der Portativorgel enthält. Die Darstellung der Musikinstrumente auf den Tafeln von Hans Memling, von links nach rechts: erste Tafel (links): Psalterium, Trumscheit, Laute, Zugtrompete, Schalmei – dritte Tafel (rechts): Busine, Clareta, Organetto, Harfe, Fidel. Die eingehende Betrachtung der Musikinstrumente führte uns auch zu einigen Fragen und Experimenten, z.B. wie man die Fidel mit einem flachen gezackten Steg spielt. Wie stimmt man die zweite Reihe der kürzeren Saiten auf dem Psalterium? Wie hält man das Trumscheit...? Ein wichtiger Faktor bei der Aufführung von Musik aus dem 15. Jahrhundert ist die soziale Hierarchie, die wir in den nájera-Tafeln finden und die sich aus bestehenden Formen des Ensemblespiels ableitet. Die Engel können in drei Kategorien eingeteilt werden: „Hortus conclusus es Dei genetrix“, Fol. 245r, Assumptio Mariae, Antiphonar Gent, 1522 „Paradisi porte“, Fol. 256v, Antiphonar Gent, 1522 57
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