Tage Alter Musik – Programmheft 2026

Tage alTer Musik regensburg Konzert 10 gretto aus der a-Moll-Sonatine (BR JCFB A 12) stellt Bachs einzigen Sonatensatz in Moll dar. Es handelt sich um einen Rondosatz von intensiver, durchlebter Tristesse in den Moll-Refrains, während der A-Dur-Mittelteil heitere Hoffnung mit sich bringt. Die zwölf Polonaisen zählen unterdessen zu den bekannteren Clavierwerken Wilhelm Friedemann Bachs. Charakterlich und hinsichtlich der Affektsprache von großer Bandbreite, sowie technisch hoch anspruchsvoll, bilden sie einen der frühesten Zyklen von Polonaisen als Konzertstücke für solistisches Tasteninstrument. In der d-MollPolonaise lässt Bach – anders als etwa im unstet und zerklüftet wirkenden Schwesterstück in e-Moll – die rhythmische Grundstruktur der Polonaise mit ihren typischen Akzenten und Synkopierungen klar vernehmbar erklingen. Auf der Ebene der Harmonik ist der Diskurs indes anspruchsvoll, denn die doppelt verminderten, rasch zu arpeggierenden Akkorde im B-Teil mit ihren jeweiligen Fortgängen bzw. Sequenzierungen verlangen dem Hörer einiges an Orientierungsvermögen ab, bevor die Rückkehr nach d-Moll vollzogen wird. Wilhelm Friedrich Ernst Bach kehrte nach dem Tod seines Onkels Johann Christian 1782 aus London nach Deutschland zurück und wurde 1789, nach verschiedenen Zwischenstationen, als Cembalist und Musiklehrer an den Berliner Hof unter König Friedrich Wilhelm II. (nachfolger Friedrichs II. des „Großen“) berufen. Etwa zu dieser Zeit, d. h. um 1785/90, dürften die Variationen in g-Moll (BR WFE B YA 21) entstanden sein. Sie waren zunächst Wilhelm Friedemann Bach zugeschrieben worden, bevor die Bachforschung diese im Jahr 2019 aus stilistischen Gründen in die Kategorie der Incerta des neu Jermaine Sprosse Foto: Daniele Caminiti HIER RUHEN FRIEDRICH BACH GEBOREN: XXI. VI.MDCCXXXII * ZU LEIPZIG * GESTORBEN: XXVI. I. MCCCVC + ZU BÜCKEBURG + UND SEINE EHEFRAU LUCIA ELISABETH GEBORENE MÜNCHHAUSEN GEBOREN: XXV. I. MDCCXXXII * ZU BÜCKEBURG * GESTORBEN: I. X. MDCCCIII + ZU BÜCKEBURG + R. I. P. Grabmal von Johann Christoph Friedrich Bach (* 21. Juni 1732 in Leipzig; † 26. Januar 1795 in Bückeburg) auf dem Jetenburger Friedhof in Bückeburg Foto: uwe Barghaan beSonDerer HInWeIS Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, 18.00 Uhr niedermünsterkirche Antonio Caldara (1670-1736) „Missa in G“ Johann Sebastian Bach (1685-1750) Pfingstkantate „Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“ BWV 59 (Ausgewählte Sätze) Kirchenchor und orchester niedermünster Christiane Hainzl Sopran, Christine reisinger Alt Mario eckmüller Tenor, Alex Aigner Bass benedikt Kotsch Orgel Leitung: eva-Maria Leeb Kirchenchor und Orchester Niedermünster Foto: Jakob Kluck 73

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