Tage Alter Musik – Programmheft 2026

the Gonzaga band wurde 1997 von dem Zinkenisten Jamie Savan gegründet. Der name des Ensembles leitet sich von der Herzogsfamilie Mantuas ab: Die Gonzagas waren mächtige und einflussreiche Förderer der Künste in der Spätrenaissance, die Claudio Monteverdi um die Wende zum 17. Jahrhundert als ihren Maestro della Musica beschäftigten. Monteverdi schrieb einige seiner innovativsten Werke für die Gonzagas: sein drittes, viertes und fünftes Madrigalbuch, die Opern L’Orfeo und L’Arianna und die Marienvesper von 1610. The Gonzaga Band tritt meist als Kammerensemble in der Kernbesetzung mit Sopran, Zink und Basso continuo auf und wird entsprechend dem Repertoire durch Vokalisten und Instrumentalisten erweitert. So ergeben sich Ensembles vom Trio bis zu großen Vokal- und Instrumentalbesetzungen. Auch lässt sich somit das umfangreiche Repertoire des 17. Jahrhunderts adäquat aufführen. The Gonzaga Band hat sechs international gefeierte Aufnahmen vorzuweisen, darunter „Venice 1629“ und „Freddis Vesper 1616“ bei Resonus Classics. Ihre jüngste Veröffentlichung ist „Love’s Labyrinth: Songs and Duets of Monteverdi and his Contemporaries“ beim Label Deux-Elles (2025). The Gonzaga Band pflegt auch eine rege Konzerttätigkeit auf der britischen Insel. Jüngste Auftritte waren beim York Early Music Festival und beim Bjergsted Brass Festival. Jamie Savan ist einer der profiliertesten Zinkenisten in England. Er unterrichtet am Royal Birmingham Conservatoire und ist Mitglied des renommierten Bläserensembles His Majestys Sagbutts & Cornetts, mit dem er 2022 bei den TAM gastierte. Jahrelang musizierte er mit den English Baroque Soloists, mit Concerto Palatino, mit dem Amsterdam Baroque Orchestra und mit dem Bach Collegium Japan. Jamie Savan hat bei über 40 CD-Einspielungen mitgewirkt. Zahlreiche seiner Fachaufsätze über den Zink, seine Praxis von etwa 1500 bis 1750, über Improvisationstechniken und Verzierungskunst etc. wurden in Fachblättern wie Early Music und Historic Brass Society Journal veröffentlicht. zum Programm: Amadio Freddi – biographische Anmerkungen Als Amadio Freddi 1616 seine Messa, vespro et compieta für die Veröffentlichung bei Ricciardo Amadino in Venedig vorbereitete, kannte er bestimmt die berühmte Sammlung von Monteverdis Messe und Vesper, die 1610 von derselben Druckerei herausgegeben worden war. Doch Freddis Musik ist nicht bloße nachahmung von Monteverdi; er zeigt sich vielmehr als ein Komponist von verblüffender Tage alTer Musik regensburg Mai 2026 Oben v.l.n.r.: Jamie Savan, Zink und Leitung; Jimmy Holliday, Bass; Charles Daniels, Tenor Mitte v.l.n.r. Matthew Farrell, Countertenor; Faye Newton, Sopran; Mark Chambers, Countertenor Unten v. l.n.r. Steven Harrold, Tenor; Oliver Webber, Violine; Steven Devine, Orgel the Gonzaga band (Großbritannien) Jamie Savan Zink & Leitung Amadio Freddi (ca. 1580-1643) Marienvesper (1616) Samstag, 23. Mai 2026, 11.00 Uhr (Matinee) Minoritenkirche St. Salvator Dachauplatz 2–4 20

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