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Konzert 10

Sonntag, 5. Juni 2022, 16.00 Uhr
Basilika U.L. Frau zur Alten Kapelle, Alter Kornmarkt

CLEMATIS (Belgien)
Stéphanie de Failly & Brice Sailly

Stéphanie de Failly  Violine und musikalische Leitung
Amandine Solano, Louise Ayrton  Violine
Catherine Plattner, Ellie Nimerosky, Jorlen Vega Garcia  Violine & Viola
Samantha Montgomery  Viola
Mathurin Matharel  Kontrabass
Anais Ramage  Fagott
Brice Sailly  Cembalo, Orgel & musikalische Leitung

 

Stylus fantasticus & Stravaganze –
Instrumentalmusik aus Dresden
Musik des 17. Jahrhunderts von David Pohle, Johann Jacob Walther und Carlo Farina



Der Stylus fantasticus stellt eine Besonderheit der deutschen Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts dar und resultiert aus den Einflüssen der kontrastreichen Virtuosität der italienischen Musik. David Pohle, ein Schüler von Schütz, demonstriert diesen Stil in seinen Sonaten für großes Ensemble. Mit dem Stylus fantasticus verbindet sich außerdem noch ein gewisser Hang zu stravaganze, wie er sich schon im berühmten Capriccio Stravagante zeigt, das der italienische Violinist Carlo Farina in Dresden publizierte. Es gehört wegen seiner humorvollen Imitationen von Tierlauten (etwa von Hühnern, Katzen, Hunden oder verschiedenen Vögeln) und Musikinstrumenten (z. B. Querpfeifen, Trompeten, Trommeln, Pauken, Orgel, Gitarre, Drehleier) heute zu den populärsten Musikstücken des 17. Jahrhunderts. Dieses Spiel mit Imitationen von Instrumenten und Tierlauten findet sich auch in den Sonaten eines anderen Violinisten aus Dresden, Johann Jacob Walther.
Das Ensemble Clematis aus Belgien hat sich unter der künstlerischen Leitung der Geigerin und Gründerin Stéphanie de Failly und des Cembalisten Brice Sailly ganz der Musik des 17. Jahrhunderts verschrieben. Auf seinen zahlreichen CD-Einspielungen hat das Ensemble schon häufig unbekanntem Repertoire zu neuer Aufmerksamkeit verholfen. In der Presse heißt es: Den fantastischen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten von „Clematis“ gelingt es  vorzüglich ihr Publikum zu begeistern. Sie machen durch ihr Spiel verständlich und erlebbar, dass die Instrumentalmusik des Frühbarock eine besonders intensive und anrührende Expressivität entwickeln musste, um - ohne das vormals omnipräsente vokale Element - das Publikum nachhaltig anrühren und begeistern zu können.

Ausführliches Konzertprogramm

Webseite der Interpreten:
Clematis